DER MYTHOS:

Die Herstellung von Papier verbraucht viel nicht-erneuerbare Energie und hat eine schlechte CO2-Bilanz

DER FAKT:

Paper Is One Of The Few Truly Sustainable Products

Two Sides Paper Sustainable

Die Herstellung von Papier verbraucht viel nicht-erneuerbare Energie und hat eine schlechte CO2-Bilanz

Die Fakten:
· Die Papierindustrie ist der größte industrielle Erzeuger und Verwender von Bioenergie.
· Die Papierindustrie hat mit großem Engagement eine erhebliche Reduktion ihrer CO2-Emissionen erreicht.
· Die Papierindustrie wird von EU-Kommissarin Connie Hedegaard als Teil der Lösung auf dem Weg zu einer Low-Carbon-Gesellschaft bezeichnet*.

Viele Leute denken, dass bei der Papierproduktion eine Menge Energie benötigt wird. Das ist falsch. Eine Person verbraucht im Durchschnitt 200 Kilogramm Papier pro Jahr. Um diese Menge zu produzieren, werden 500 bis 560 Kilowattstunden Energie benötigt. Das entspricht in etwa dem Energieverbrauch eines Computers, der fünf Monate lang läuft. Oder dem Energieverbrauch einer 60 Watt-Glühbirne, die ein Jahr lang leuchtet. Die Erzeugung von 200 Kilogramm Papier ist mit einem Ausstoß von 130 bis 250 Kilogramm CO2 verbunden. Das entspricht dem CO2-Ausstoß eines durchschnittlichen Familienautos auf rund 1000 Kilometern.

'Die Papierindustrie ist die treibende Kraft der Bioenergie in Europa. 52% der Energie, die von der Papierindustrie verwendet wird, stammt aus Biomasse. Die Branche ist außerdem verantwortlich für 27% der gesamten Biomasse-Produktion in der EU.'
Quelle: CEPI Paperonline 2010

Papier als Material ist über seinen Lebenszyklus CO2-neutral. Dazu trägt vor allem der wieder nachwachsende Wald am Anfang der Produktkette bei, der mindestens die Menge an CO2 speichert, die am Ende durch die Kompostierung oder thermische Verwertung von Papier freigesetzt wird. Was die thermische Verwertung betrifft, so kommt als positiver Effekt hinzu, dass die Verbrennung nicht-wiederverwertbarer Fasern fossile Brennstoffe einspart.

Die Papierindustrie arbeitet aus ökonomischen und ökologischen Gründen ständig an der Optimierung ihrer Prozesse. Die österreichische Papierindustrie hat die fossilen CO2-Emissionen pro Tonne Papier im Zeitraum 1990 bis 2006 um 30 Prozent reduziert. Die gesamten fossilen CO2-Emissionen wurden trotz steigender Produktion langfristig stabil gehalten. **

500 Kilowattstunden Energie werden benötigt, um 200 kg Papier - den Jahresverbrauch pro Person in Europa - zu produzieren. Ist das viel? Das entspricht in etwa:

- dem Energieverbrauch eines Computers, der fünf Monate rund um die Uhr läuft
- dem Energieverbrauch einer 60-Watt-Glühbirne, die ein Jahr lang ununterbrochen brennt
- dem zusätzlichen Energieverbrauch eines typischen Haushalts, der seine Geräte ein Jahr lang auf Stand-by laufen lässt, anstatt sie vollständig abzuschalten
Quelle: ATS Consulting August 2007